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Weiterbildungsverbund Media Collective veröffentlicht Publikation zum Fachkräftemangel und den Weiterbildungsbedarfen in der Bewegtbildbranche

Weiterbildungsverbund Media Collective veröffentlicht Publikation zum Fachkräftemangel und den Weiterbildungsbedarfen in der Bewegtbildbranche

18. Oktober 2022 –

Der Weiterbildungsverbund Media Collective hat eine bundesweite Befragung unter Filmschaffenden und produzierenden Unternehmen durchgeführt und legt nun die umfassenden Ergebnisse mit der Publikation „Fachkräfte- und Weiterbildungsbedarfe im Produktions- und Postproduktionssektor“ vor. 95 Unternehmen und 414 Filmschaffende haben sich an der Befragung beteiligt.


Der spürbare Fachkräftemangel in der Branche hat Auswirkungen sowohl auf die Unternehmen als auch auf die Filmschaffenden. Laut der Ergebnisse äußert sich der Fachkräftemangel vor allem durch erhöhten Arbeitsdruck sowie psychische Belastungen und gefährdet zunehmend die Umsetzung und die Qualität von Produktionen. 88% der befragten Unternehmen vermelden einen erhöhten Arbeitsdruck beim Personal, 48% melden höhere Kosten und 47% nennen Schwierigkeiten bei der Einhaltung von Qualitätsstandards. Die Filmschaffenden selbst beklagen zu 77% einen erhöhten Arbeitsdruck und psychische Belastungen. Neben längeren Arbeitszeiten (71%) sind sie zudem durch eine längere Beschäftigungsdauer und der damit verbundenen Gefährdung anderer Projekte (24%) belastet. Die von den Unternehmen angeführten Besetzungsschwierigkeiten beziehen sich dabei auf nahezu alle Positionen einer Produktion, angeführt von Filmgeschäftsführung und Aufnahmeleitung.


Als Ursachen für die Schwierigkeit bei der Besetzung von freien Stellen werden von den Unternehmen wenige Bewerbungen (60%) genannt, von denen auch noch wenige geeignet sind (85%). Dabei fehlen den Bewerber*innen vor allem folgende Kompetenzen und Kenntnisse: Technisches Wissen in Bezug auf Film und Fernsehen (51%), Arbeitsorganisation / Planungskompetenz (45%), Budgetierungs- und Finanzierungskenntnisse (43%) sowie Kommunikationskompetenz (43%).


Daraus ergibt sich für Unternehmen die Aufgabe, ihren Mitarbeiter*innen die Teilnahme an Qualifizierungsprogrammen zu ermöglichen und sie dabei finanziell zu unterstützen. Weiterbildungsanbieter sind aufgerufen, neue Qualifizierungsangebote zu schaffen, denn diese gibt es für die zu besetzenden Stellen in den Unternehmen noch zu wenig. Dies gilt auch für Ausbildungen: Nur 29% der befragten Unternehmen bieten Ausbildungsplätze an.  


Die Untersuchung bestätigt, dass der Fachkräftemangel umfassend ist und ein erhebliches Risiko für die Branche darstellt. Seine Ursachen sind vielfältig. Der Weiterbildungsverbund arbeitet gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern auf Grundlage der Befragung an der Verbesserung der Weiterbildungssituation.


Die Publikation entstand im Rahmen des Projektes „Media Collective – Der Weiterbildungsverbund Medien“. Media Collective wird im Rahmen des Bundesprogramms „Aufbau von Weiterbildungsverbünden“ seitens des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gefördert. Der Verbund – angesiedelt am Erich Pommer Institut – setzt sich aus gemeinschaftlich kooperierenden Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Sozialpartnern zusammen und hat neben der regionalen Verankerung in Berlin-Brandenburg auch einen bundesweiten Auftrag, zu vernetzen und gemeinsame Interessen zu koordinieren.


Die bundesweite Umfrage des Weiterbildungsverbundes steht hier zum Download zur Verfügung.



Kontakt Erich Pommer Institut (EPI):

Denise Grduszak

Projektmanagerin Weiterbildungsverbund

T: +49 331 76 99 15-18

dg@epi.media  


PR-Kontakt:

public insight

Andrea Klasterer

T: +49 89 78 79 799-12

aklasterer@publicinsight.de

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