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Pilot-Workshop BEYOND STEREOTYPES – GENDERBEWUSSTES ERZÄHLEN
Foto: Konstantin Börner

Pilot-Workshop BEYOND STEREOTYPES – GENDERBEWUSSTES ERZÄHLEN

23. Januar 2019 –

 Presse: Als namhafte Expert_innen sprachen u.a. Dr. Lisa Blumenberg (Bad Banks), Annette Hess (Ku'damm 56/59), Jenny Lund Madsen (Follow the Money), Benjamin Manns (SWR/KIKA), Sascha Schwingel (Babylon Berlin)

Am 17. und 18. Januar fand in Berlin der Pilot-Workshop BEYOND STEREOTYPES – GENDERBEWUSSTES ERZÄHLEN statt. Die kompakte Weiterbildung der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und des Erich Pommer Instituts in Kooperation mit der MaLisa Stiftung beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie ein der Vielfalt der Gesellschaft entsprechendes, differenziertes Erzählen jenseits vorherrschender Geschlechterstereotypen in der Praxis aussehen kann.


Die hochkarätigen Branchenpartner des Workshops – ARD Degeto, FFA, das Österreichische Filminstitut, SKY, UFA und das ZDF – entsandten jeweils drei Verantwortliche aus Förderung, Produktion sowie ihren Redaktionen. Als namhafte und internationale Expertinnen und Experten sprachen u.a. Dr. Lisa Blumenberg (Produzentin, „Bad Banks”,„Tatort“), Dr. Maya Götz (Leiterin, Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen, IZI), Annette Hess (Drehbuchautorin „Weissensee“, „Ku'damm 56/59"), Jenny Lund Madsen (Drehbuchautorin, „Follow the Money”, „Rita”), Benjamin Manns (Redakteur, SWR/KIKA „Mein Bruder und ich“) und Sascha Schwingel (ARD Degeto, Produzent „Babylon Berlin“).


Das zweitägige Programm regte zu einer kritischen, weiterführenden Auseinandersetzung mit dem Thema genderbewusstes Erzählen in der kreativen Arbeit an. Fokussiert wurde dabei zunächst auf Stoffentwicklung, Drehbuch (Dramaturgie und Figuren) sowie Montage – die strukturgebenden Departments.


„Zahlreiche Beispiele aus Kino und TV wie ‚Black Panther‘, ‚Follow the Money‘ oder ‚Bad Banks‘ haben bewiesen, dass der bewusste Umgang oder Bruch mit Stereotypen und der differenzierte Einsatz von dramaturgischen Konzepten für die Darstellung von Figuren enorme erzählerische Potentiale bieten und vom Publikum honoriert werden“, so Prof. Dr. Susanne Stürmer, Präsidentin der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.


„Ich freue mich sehr, dass wir mit der Idee bei unseren Partner_innen in der Branche sozusagen offene Türen eingerannt haben. Die starke positive Resonanz der Teilnehmenden des Workshops hat uns bestärkt und motiviert, weiter zu machen und das Konzept gemeinsam mit unseren Partner_innen weiterzuentwickeln", so Maria Furtwängler, Co-Gründerin der MaLisa Stiftung, die die Studie „Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen“ initiiert hatte.


Der Workshop untersuchte u.a. den Zusammenhang zwischen dramaturgischen Modellen und Stereotypen und die Herausforderung beim Erzählen von diversen und komplexen Figuren, vor allem in der TV-Formatierung. Diskutiert wurde auch die Umsetzbarkeit von Methoden in der Stoffentwicklung, die Stereotype aufzubrechen oder die Anwendbarkeit von Tools, wie. z.B. dem Bechdel-Wallace-Test. Es wurde deutlich, dass es bereits erfolgreiche Ansätze und positive Beispiele in der Umsetzung gibt. So überprüft die ARD Degeto ihre Produktionen auf Gender- und andere Stereotype und entwickelt derzeit ein maßgeschneidertes System für Diversity-Gutachten zu 
eigenen Produktionen.


„Der Workshop lieferte viele Impulse und Anknüpfungspunkte für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema ‚genderbewusstes Erzählen‘. Er soll den Anfang einer Reihe von weiteren Programmen und Workshops markieren und zukünftig alle Gewerke einbinden. Denkbar sind aufbauende, vertiefende Module für bestimmte Bereiche sowie die Wiederholung des erfolgreich angenommenen Workshops für weitere Interessent_innen. Die bisherigen Teilnehmenden wollen weiter am Thema arbeiten. Wir werden den Bedarf der Branche abklären und dementsprechend mit Angeboten reagieren“, erklärte Nadja Radojevic, Direktorin des Erich Pommer Instituts.


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Marijana Harder – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit EPI

mh@epi.media

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